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Wallerangeln


Das Wallerangeln beschreibt eine Angelvariante, bei der Waller mit verschiedenen Techniken herausgefischt werden. Gerade das Wallerangeln in Deutschland hat eine lange Tradition, was daran liegt, dass der Waller – auch europäischer Wels genannt – als größter Süßwasser- und Flussfisch in unseren Breitengraden gilt. Doch auch in anderen europäischen Ländern erfreut sich das Wallerangeln einer großen Popularität. Sie ist optimal für Anfänger gedacht, sorgt aber auch bei zahlreichen Angelprofis für ein reges Interesse. Dies liegt allen voran daran, dass sich der Europäische Wels erst in den letzten 30, 40 Jahren in Deutschland und seinen Nachbarländern sowie in anderen europäischen Gefilden soweit ausgebreitet hat, das sein heutiger Bestand als ungefährdet und zugleich als überaus reichhaltig gilt.  

Die richtige Ausrüstung für das Wallerangeln

Für das Wallerangeln benötigen Sie eine möglichst gute Ausrüstung. Diese besteht in aller Regel aus der Wallerrute, der Wallerrolle und dem Wallervorfach. Natürlich ist es nicht einfach, genau die Ausrüstung zu finden, die den eigenen Bedürfnissen am ehesten gerecht wird. Anfänger sollten auf einfach zu bedienendes Equipment setzen, Profis eher auf anspruchsvolle Ausstattungsteile, um die eigene Fangquote zu erhöhen. Die Wallerrute muss dem jeweiligen Gewässer angepasst werden und sollte mindestens 2,5 Meter lang sein.

Bei der Wallerrolle sollten Sie unbedingt darauf achten, dass diese über eine möglichst hohe Schnurfassung verfügt. So können Sie schließlich größere Bereiche des jeweiligen Gewässers abfischen und Ihre Fangquote effizient verbessern. Das Wallervorfach wiederum stellt die Verbindung zwischen der Schnur und dem Haken dar. Dieses muss also von der Qualität her sehr robust und einfach zu nutzen sein. Das liegt daran, dass der Waller vor dem Abtrieb – denen er bedingt durch seine vielen kleine Zähne – ausgesetzt ist, gefischt werden kann.

Arten des Wallerangelns

Der Europäische Wels bzw. Waller kommt hauptsächlich in Flüssen vor. Da diese jedoch in vielen Naturräumlichkeiten mit Seen verbunden sind, erfreut sich auch das Wallerangeln im See einer großen Beliebtheit. Der Schwierigkeitsgrad dieser Angelform ist deutlich höher als beim Flussangeln. Suchen Sie sich am besten einen Platz an einer möglichst engen Stelle oder an einem Mündungsbereich. Mit dem richtigen Vorfach verhindern Sie bereits, dass der Waller zu schnell abtreibt und aus Ihrem Blickwinkel und Fangbereich verschwindet. Auch in größeren Bächen und Kanälen können Sie Waller finden, die sich dahin häufig verirren und aufgrund der geringen Gewässerbreite einfacher zu finden sind. Am beliebtesten ist jedoch nach wie vor das Wallerangeln an einem Fluss, wobei gerade die Gebirgsflüsse – etwa der Alpen oder großen Mittelgebirgen – eine große Auswahl bieten. Außerhalb Deutschlands gelten u. a. der Ebro und der Po als absolute Hotspots für Wallerangler.

Die beste Zeit zum Wallerangeln

Sie können sowohl im Sommer als auch im Winter Waller angeln. Der Sommer bzw. Frühling ist natürlich stets die bessere Jahreszeit, was u. a. daran liegt, dass diese in dieser Saison auf Nahrungssuche gehen. Durch die ersten warmen Sonnenstrahlen, die das Wasser erwärmen, ziehen sie sich aus ihren Verstecken heraus, wodurch Sie als Angler eine größere Chance auf einen Fang haben. Im Winter ist der Bestand an Europäischen Welsen dagegen deutlich kleiner. Auch der Herbst gilt für das Wallerangeln nicht als beste Zeit.

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